Deutschen Roten Kreuz

Ortsverein Dülmen e.V.

Eingetragen von DRK Dülmen am 23.10.2018
Foto: Stief Dülmener Zeitung

Foto: Stief
Dülmener Zeitung

Seit Mittwochmorgen war der Kampfmittelbeseitigungsdienst dabei, eine Zehn-Zentner-Bombe in der Straße An der Lehmkuhle vollständig freizulegen. Erst danach konnte ab 17.46 Uhr die Entschärfung erfolgen. Die Lehmkuhle trägt ihren Namen zu Recht, sodass die Kampfmittelräumer den Mergel Schicht für Schicht abtragen mussten, bis der Blindgänger freigelegt war.

Neben den insgesamt 140 Einsatzkräften der Rettungsdienste sowie von Polizei und Ordnungsamt warteten auch rund 800 Anwohner in einem Radius von 500 Metern um den Fundort auf das

Startsignal, denn vor dem Beginn der Entschärfung mussten sie ihre Wohnungen verlassen. Reagiert hatten bereits im Vorfeld die Verantwortlichen mehrerer Gewerbebetriebe und Dienstleister. So wurden die Kunden des real-Marktes durch große Aufsteller auf die anstehende Räumung des Marktes, der auf dem Quellberg und damit in der Sperrzone liegt informiert.Per Lautsprecherdurchsage wurden dann die Einkäufer zum Verlassen des Warenhauses aufgefordert.Die Sparkasse Westmünsterland hatte bereits im Vorfeld reagiert und die Filiale an der Münsterstraße am Mittwoch gar nicht geöffnet. Die Mitarbeiter der Firma Huesker hatten vorzeitig Feierabend, damit sie die Sperrzone verlassen konnten.An der Kardinal-von-Galen-Schule warteten die 50 ehrenamtlichen Helfer des DRK aus dem gesamten Kreis darauf, die Evakuierten aufnehmen zu können. Michael Weber, zuständig für den Katastropenschutz: „Wir organisieren von hier aus auch den Transport von Anwohnern im Rollstuhl und Gehbehinderten mit Rollatoren zur Schule.“Während das DRK-Team in der Schulmensa die Versorgungsstelle für die evakuierten Anwohner einrichtete, besuchten auch DRK-Präsident Konrad Püning und der Kreisvorsitzende Christoph Schlütermann die Einsatzkräfte. Die Frage „Wann geht es los?“ konnten die Helfer da noch nicht beantworten. Schlütermann hatte am Dienstagabend einen Anruf erhalten, dass auch der DRK-Kindergarten Wolkenland betroffen war. „Wir mussten dann in Windeseile in zwei Stunden 80 Eltern informieren, dass ihre Kinder am Mittwoch nicht in ihre gewohnte Einrichtung kommen konnten. Daneben haben wir dann im Kindergarten an der Letterhausstraße noch schnell eine Notgruppe eingerichtet, sodass die Kinder versorgt waren“, so Schlütermann, der denEinsatz der Helfer auch in der Mensa der Kardinalvon-Galen-Schule ab mittags verfolgt hatte. Um 15 Uhr konnte die Evakuierung beginnen, kurz nach 17.30 Uhr trafen die letzten Transporte mit Gehbehinderten und Liegendtransporte auf dem Schulgelände ein.

Quelle: Dülmener Zeitung / Dülmener Zeitung vom 18.10.2018